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Majdanek

Majdanek war also der letzte Punkt auf meiner Reise.
Was man als allererstes sieht ist das große Mahnmal, kommt man näher sieht man am Eingang auch gleich das Besucherinformationszenrum und den Parkplatz. Parken kostet 5 Zloty.
Das Informationszentrum - ist nicht sonderlich informativ (jedenfalls zu dem Zeitpunkt als ich da war). Am besten fährt man gar nicht erst auf den Parkplatz, sondern geradeaus daran vorbei und biegt dann rechts ab.
Parkt man hier, ist man auch schon an deinem der Eingänge und am "Brausebad I" und "Brausebad II".
Was hier gemeint ist und passierte dürfte jedem klar sein. Was mich allerdings wunderte war die Entfernung zum Krematorium. Dies lässt sich vielleicht damit erklären, das Majdanek nicht als eigentliches Vernichtungslager oder Arbeitslager geplant war. Es ist eher so ein - provisorisches - multifunktionales Auffang- und Durchgangslager.
 
Ja, es wurde auch hier vergast, erschossen, gemordet - allerdings sind die Zahlen der Opfer deutlich geringer als in anderen Lagern. Wie in Sobibor schwanken die Angaben hier zwischen 360.000 und 78.000.
Anders als Beispielsweise in Auschwitz war hier nicht nur Zyklon B in Verwendung, sondern Kohlenstoffmonoxid aus Stahlgasflaschen. Man sieht zwei der Flaschen auf einem Bild. Aus diesem Raum heraus beobachteten 2 SS Leute die Vergasung.
 
Scheinbar wurde Trennung hier groß geschrieben. Das Lager war unterteilt in mehrere voneinander getrennte Lagerabschnitte. So gab es welche für Männer, Frauen und Kinder, Roma usw.
Der erste Blick täuscht vielleicht ein wenig vom Parkplatz aus, aber das Lager war riesig.
 
Oben auf dem Berg steht dann - wieder extra eingezäunt - das Krematorium mit 10 Öfen. Hier gab es auch noch einen Sektionsraum und einen, in welchem die Leichen bis zum Abtransport aufbewahrt wurden. War der Raum leer, fanden hier gelegentlich auch Erschiessungen statt da man von hier die Geräusche unten im Lager scheinbar nicht hörte.
 
Was auch hier steht ist ein weiteres riesiges Mahnmal, welches aus der Ferne eher an eine fliegende Untertasse erinnert.
Hierin wird die Asche der Ermordeten aufbewahrt. Um eine Vorstellung zu bekommen - der Berg ist ca. 4 Meter hoch und hat einen Durchmesser von vielleicht 12 - 15 Meter.
 
Was mich persönlich störte war, das trotz der vielen Rauchverbotsschilder Kippen in und vor den hölzernen Barracken lagen. Ich sah einige Besucher aus Israel, welche hier rauchend die Führungen mitmachten.
Für mich ist so etwas respektlos und / oder arrogant.
 
Am Parkplatz machte ich mich dann reisefertig und machte mich dann auf den langen Weg ncah Hause einmal quer durch Polen.

 

 

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